Stein am Rhein
- Stein am Rhein und sein mittelalterliches Flair

- Stein am Rhein liegt i.d. Schweiz
Ich bin eine ganztägige Kaffeetrinkerin² und solche Bilder können mich schon verführen. Guter Kaffee und in Erinnerung an die wechselhafte Geschichte dieser Kleinstadt Stein am Rhein, können bei mir schon mal einen Tag füllen.
1267 war der Grund und Marktherr das Kloster St. Georgen, aber bereits 1385 war Stein am Rhein eine Stadt. Reichsfreiheit und Vogtrechte gab es 1457 für das Städtchen. Eine Rhein – Brücke bescherte der Stadt allerlei Erfolg aber auch Unbill. Denn es gab damals nur ganz wenige Brücken über den Rhein und Stein am Rhein hatte eine. So wollten die Habsburger sich hier mal festsetzen, um dies zu verhindern wurde als Verbündeter Zürich gewählt. Mitte des 15 Jahrhunderts hatte die Stadt bereits eine Verfassung mit Bürgermeister, Räten, Reichsvogt und den Schultheissen. Umland erwarb die Stadt auch und es war sicher ein reges Treiben hier in diesen heute noch engen Gasse.
Oftmals stelle ich mir dann vor wie die Leute so früher hier wohl gelebt haben. Wie der Alltag so aussah. Es gibt hier das Museum Lindwurm ein Wohnmuseum und ich hoffe, dass ich dort Antworten auf einige der Fragen bekomme.
Aus finanziellen Gründen entschloss sich die Stadt zu Zürich zu gehen, so kam sie zur Eidgenossenschaft, später an Schaffhausen angeschlossen kam Stein am Rhein dort auch nicht mehr weg.
Die Zugehörigkeit zu Zürich endete in der Helvetik, als Stein im Mai 1798 an Schaffhausen angeschlossen wurde. Zwar versuchte Stein 1802 wieder zu Zürich zurückzukehren, musste aber schliesslich in der Mediationsverfassung 1803 seine Zugehörigkeit zu Schaffhausen akzeptieren. Die Rhein Brücke bescherte Kämpfe im Schwabenkrieg und dem 30jährigen Krieg und wurde während der Franzosenzeit dann zerstört. Das und noch viel mehr kann man sich im Klostermuseum St. Georgen in Stein am Rhein ansehen. Das Kloster war bereits zu Beginn des 19Jahrhunderts eher Aufenthaltsort von Kadetten denn Klosterschüler. Damals wurde viel zerstört. Aber sehenswert ist es heute noch.
Wappen und allerlei Kunstfertiges sieht man in der Rathaussammlung von Stein am Rhein. Wer lieber direkt mit Künstlern von heute zusammentreffen mag, der muss zum Chretzeturm. Der Chretzeturm ist ein Wehrturm aus dem 12 Jhdt. und seit einigen Jahren das Atelier und die Wohnung vieler Künstler aus aller Welt.
Nachtwächterführungen, Möchsführungen und vor allem auch Degustationen, also Weinverkostungen der Weine von Stein am Rhein werden auch angeboten. Schifffahrten gibt es logischerweise auch und nächstes Jahr bin ich sicher zu Dezember dort, wenn sich die Stadt in die Märlistadt (Märchenstadt) verwandelt. Ob deren Glühwein besser ist als der hier angebotene Punsch…
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Heimito von Doderer Zitat aus “die Strudlhofstiege“
