Madeira – der verlorene Charme

Madeira die Insel

Madeira die Insel

Madeira ist eine wunderbare Insel. Die Landschaft ist einzigartig schön. Wer seine Augen im Blumenmeer versinken lassen mag der hats auf Madeira gut. Doch Madeira macht sich selbst kaputt. Eine Insel -die Natur verkauft an willige Touristen- betoniert sich mit Tunnels und Autobahnen zu. Anstatt geschwungene Strassen und tolle Ausblicke fährt man durch Tunnels auf Madeira.

Funchal betoniert sich zu

Funchal betoniert sich zu

Selbst wenn man zu Fuß gehen mag bleibt oft nur der Fußweg durch einen Autotunnel. Es gibt die alten Wege zum Teil nicht mehr oder sie werden nicht mehr gepflegt.

Steinschläge auf den alten Straßen bleiben liegen, denn es ist ja ein Tunnel da. Ich bin mir unsicher, ob die Touristen wegen Betontunnels nach Madeira fliegen.

Tunnel in Funchal

Tunnel in Funchal


seit 30 Jahren Strom in den Dörfern auf Madeira

Erzählt wurde, dass vor 30 Jahren die Dörfer auf Madeira noch keinen Strom hatten. Dass die Fahrt von gut 20 km knappe 4 Stunden dauerte über die alten Strassen.

Ich gönn den Madeirensern ihre Tunnels, damit 20 km nicht mehr 4 Stunden brauchen. Doch das Verbauen der EU Milliarden hat aus dem Naturparadies offenbar nicht nur eine Beton – sondern auch eine Servicewüste gemacht.

Essen in Funchal

Essen in Funchal


Madeira steht auch für aggressives Verkaufsverhalten

Essen gehen in Funchal wird zum Spießrutenlauf in den sehr engen Gassen. 3 Lokale eng aneinander stehen die Tische auf der Straße. Jeder Tisch hat seine Speisekarte, die bunt bebildert und 4-sprachig zum Schmökern einlädt.

Doch aufgepasst ja nicht stehen bleiben, denn wie aus dem Nichts steht ein Kellner dann da und nimmt einfach diese Karte, knallt sie einem unter die Nase und preist das Essen an. Grad, dass er einem nicht beim Arm nehmend zum Niedersetzen zwingt.

Ablehnende Worte, dass man sich zu recht fände, finden kein Gehör. Gaststätten ein wenig außerhalb Funchals preisen ihr Essen mit hübschen jungen Frauen auf der Strasse an, die mit Getränke die Touristen locken sollen.

steile Strassen in Funchal

steile Strassen in Funchal

Zu Fuß gehen ist ein Kürlauf. Auf 1600m sprangen an die 5 Taxifahrer ,die zuvor wie scheinbar zufällig an einer Hecke lehnten uns vor die Füße und wollten uns Fahrten zum botanischen Garten oder sonstwohin verkaufen.

Nun vielleicht wären wir gern dorthin gefahren, aber nicht so. Bei Ablehnung begleiten einem dann schon mal sehr derbe Worte aus der absolut nicht jugendfreien Ecke aus dem Mund des Taxifahrers.

Die Natur ist wunderbar, die Menschen haben offenbar ihr Verhalten genauso zubetoniert wie ihre Insel. Schade um Madeira.